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Theodor-Heuglin-Schule Ditzingen2019-06-05T13:06:47+00:00

Project Description

Umbau und Erweiterung Theodor-Heuglin-Schule Ditzingen
(mit Kubus 360)

Der Neubau für die Sekundarstufe der Theodor-Heuglin-Schule ist als kompakter Baukörper in der Südostecke des Grundstücks platziert. Die Grundform des Gebäudes ist aus der Clusterstruktur entwickelt, die damit auch das äußere Erscheinungsbild bestimmt. Die neuen pädagogischen Konzepte sind prägend bis in die städtebauliche Struktur. Das Gebäude besteht aus zwei miteinander verbundenen kleineren Atriumbaukörpern, die in Nord-Südrichtung leicht versetzt sind. Der funktional bedingte, umlaufende Fluchtbalkon bildet eine Übergangszone zwischen Innenraum und Außenraum, verleiht dem Gebäude Leichtigkeit und sorgt für eine Verzahnung mit den qualitätsvollen Freibereichen. Unter Ausnutzung der vorhandenen Topographie ist das Gebäude auf der Nordseite zwei- und auf der Südseite dreigeschossig konzipiert.

Der Haupteingang führt vom Schulhof ins Erdgeschoss des Westflügels. Hier befinden sich auch alle zentralen Nutzungseinheiten: Der musisch-kreative Profilbereich, die Mensa und der Verwaltungsbereich. Mobile Trennwände und eine flexible Möblierung sorgen für dafür, dass die gesamte Fläche von Foyer, Mensa und Theaterraum auf vielfältigste Weise genutzt werden kann. Der Räume der Verwaltung mit dem Sekretariat sind durch ihre Lage unmittelbar gegenüber dem Haupteingang sehr gut auffindbar, gleichzeitig aber durch einen Raumteiler gegenüber den Profilbereichen abschirmt. Im Ostflügel des Erdgeschosses und in den beiden Teilen des Obergeschosses sind die drei Raumcluster der Jahrgangsstufen 5/6, 7/8 und 9/10 angeordnet. Sie bilden jeweils eine in sich abgeschlossene funktionale Einheit, die über kurze Flure an die Haupterschließung angebunden ist. Die Flure dienen auch als Schallschleuse, sodass in den zentralen Verkehrsflächen der Cluster, die als Treffpunkte dienen, auch ein ruhiges Arbeiten möglich wird. Die Treffpunkte öffnen sich nach Norden und Süden, sind natürlich belichtet und bieten eine sehr hohe Aufenthaltsqualität. Die beiden Lernateliers im Cluster sind jeweils zwischen zwei Lerngruppenräumen angeordnet. Im Hanggeschoss sind die Profilbereiche Ganztageslernen und MINT angeordnet. Durch die unmittelbare Nähe der beiden Bereiche bilden sich Synergieeffekte z. B. in Form von Lern-AGs, Schulprojekten und Workshops. Der Ganztagesbereich ist separat extern erschlossen und damit unabhängig vom Schulbetrieb nutzbar.

Das äußere Erscheinungsbild der Schule wird insbesondere auch durch die filigranen Fluchtbalkone und die schlanken Außenstützen geprägt. Die beiden außenliegenden Rettungswege sorgen für ein Maximum an Flexibilität für die innenräumliche Nutzung. Innerhalb der Cluster werden dadurch sind die verschiedensten räumlichen Abtrennungen – von ganz geschlossenen Leichtbauwänden über ganz oder teilweise verglaste Wände bis hin zu mobilen Trennwänden – möglich. Die hoch gedämmten opaken Außenwandflächen sind mit einer vorgehängten hinterlüfteten Faserzementfassade verkleidet. Die transparenten Fassadenflächen bestehen aus bodentiefe Holz-Aluminium Pfosten-Riegel Konstruktionen. Als Beschattung dienen semitransparente Rollos in unterschiedlichen Grün- und Grautönen.

Bauherr

Stadt Ditzingen

Projektdaten

2015 Planungsbeginn (Neubau)
2016 Baubeginn (Neubau)
2018 Fertigstellung (Neubau)

Mitarbeiter

Søren Rafn, Volker Zepter, Robert Weber

Fotograf

Roland Halbe, Stuttgart