Verwaltungsgebäude Klinikum Stuttgart
(mit Schädler+Zwerger Architekten GmbH)

Das neue Verwaltungsgebäude für das Stuttgarter Klinikum folgt dem Verlauf der Sattlerstraße und akzentuiert deren Richtungsänderung durch einen charakteristischen Knick. Die vollkommen transparente Eingangsfassade ist stärker geknickt und orientiert sich in ihrer Ausrichtung an der geplanten Freiraumachse durch das Klinikgelände.

Die äußere Gestaltung thematisiert die Übergangssituation des Orts zwischen Wohnbebauung im Norden und Klinikum im Süden. Vom Klinikum gesehen gibt sich das Gebäude mit seinen geschosshohen Metall-Glasfassaden als Teil des Gesamtensembles zu erkennen. Nach Norden passt sich der Neubau der Architektursprache der umgebenden Wohnbebauung an und zeigt einfache Lochfassaden. Der subtile Reiz dieser Fassaden liegt im geschossweisen Versatz der Öffnungen und in den die Ecken umgreifenden Fenstern. Größe und Proportion der ”Löcher“ lässt die Büronutzung erahnen. Der dichte Baumbestand verdeckt den direkten Blick auf die Fassade und bildet einen natürlichen Filter zur Wohnbebauung am Topasweg. Die farbliche Gestaltung der Fassade zur Sattlerstraße mit einem Spektrum unterschiedlicher Grüntöne setzt einen zeitgemäß frischen Akzent. Dieser findet sein Äquivalent im Innenbereich in der Farbgebung der Flurwände.

Vom Vorplatz gelangen die Besucher in ein großzügiges, lichtdurchflutetes Foyer. Der daran angrenzende Veranstaltungsbereich ist so angeordnet, dass auch größere Veranstaltungen mit bis zu 250 Sitzplätzen durchgeführt werden können, ohne den Betrieb des Verwaltungsgebäudes zu beeinträchtigen. Die einzelnen Funktionseinheiten der Büronutzung sind so auf die Geschosse verteilt, dass in der Regel jede Abteilung ein Geschoss oder einen der beiden Flügel eines Geschosses belegt. Die Bürogeschosse sind sehr klar und übersichtlich strukturiert und bieten ein Maximum an Flexibilität. Die Erschließungsflure weiten sich zu drei attraktiven Kommunikationszonen, die auf der der Stadt und dem Klinikum zugewandten Seite angeordnet sind. Im Zusammenspiel mit den Türseitenverglasungen in den Flurtrennwänden und mit der sich zum Mittelpunkt hin weitenden und geknickten Grundrissgeometrie entstehen außergewöhnlich helle und attraktive Flurzonen.

Bauherr

Landeshauptstadt Stuttgart

Projektdaten

2006 Wettbewerb
2008 Baubeginn
2009 Fertigstellung

Mitarbeiter

Tina Seiberts, Søren Rafn, Martina Schröder

Fotograf

Roland Halbe, Stuttgart